Firmenprofil HWK Handwerkskammer Karlsruhe 2015

Unser Firmenprofil im Magazin der HWK Handwerkskammer Karlsruhe 2015

Firma Egle aus Rastatt sorgt für schöne Böden aus Holz, Linoleum oder Teppich

Fachmännisch verlegte Böden halten lange

 

Der Firmenboden ist aus heller, geseifter Douglasie. Dieser markante Dielenboden mit harmonischen Maserungen ist ein echter Blickfang. Doch die in Rastatt ansässige Firma Egle verlegt nicht nur Holzböden, sondern auch Linoleum, PVC oder Teppich. „Wir machen alles außer Fließen und Stein, deswegen auch unser Slogan: Schöner Boden“, sagt Firmenchef Manfred Egle, dessen Vater 1963 diese Firma für Fußböden gegründet hat. Sohn Manfred half als Schüler in den Ferien, um sein Taschengeld aufzubessern, hatte allerdings nach dem Abitur andere Pläne: Er studierte Kunst und Sport auf Lehramt und unterrichtete. Als seine Mutter verstarb, die den Betrieb mitgeführt hatte, ließ er sich beurlauben, um dem Vater unter die Arme zu greifen. Ein Auftrag folgte dem nächsten und schon bald war Manfred Egle im Betrieb unentbehrlich. 1980 übernahm er die Firma, legte seine Meisterprüfung ab und schloss 2001 noch eine Ausbildung als Restaurator im Parkettleger-Handwerk ab. Heute leitet er gemeinsam mit seiner Frau Sibylle Egle den Familienbetrieb mit acht Mitarbeitern. Seine pädagogischen Fähigkeiten kommen ihm nicht nur im Ungang mit den Auszubildenden zugute, sondern vor allem auch bei den Kundengesprächen.

 

„Eine gute Beratung ist bei uns Voraussetzung“, weiß der Fachmann. Seine Kunden werden individuell betreut, um bei der enormen Produktvielfalt einen adäquaten Boden zu finden. „Wir arbeiten überwiegend mit lokalen Lieferanten, das Holz kommt aus dem Schwarzwald, den Vogesen oder dem Pfälzer Wald“, erläutert Egle. Ein gut verlegter Dielen- oder Parkettboden ist extrem langlebig, lässt sich mehrfach abschleifen und leicht pflegen. „Ein Holzboden hält nahezu unbegrenzt“, meint Sibylle Egle, die selbst in Küche und Bad Holzböden favorisiert. In ihrem Wohnhaus haben Egles natürlich auch Holzböden und der Meister gesteht: „Ich verlege am liebsten Dielenböden und mag Eiche sehr gerne.“ Über positive Rückmeldungen der Kunden freuen sich die Egles und hören oft: Es ist schöner geworden, als wir es uns vorgestellt haben! Auch Terrassen werden mit Dielen aus lokaler Produktion belegt, alles in Maßanfertigung. Bei den Teppichböden und dem Linoleum beraten die Fachleute genauso intensiv wie bei Holz. Auch Kombinationen sind denkbar. „Jede Baustelle ist eine neue Herausforderung. Wir müssen den Untergrund prüfen, schauen, ob es Fenster bis zum Boden gibt, wie die klimatischen Bedingungen sind. All das wird vorher sorgfältig getestet, damit der optimale Boden richtig verlegt werden kann, an dem unsere Kunden lange Freude haben“, sagt Manfred Egle. Beispielsweise die Walldorfschule in Rastatt entschied sich im Eurythmieraum für einen Sportboden aus massiver Esche und in den Unterrichtsräumen für Linoleum. „Linoleum ist sehr strapazierfähig, leicht zu reinigen, nachhaltig und ein natürlicher Boden, bestehend aus Holzmehl, gemahlenem Kalkstein, Naturharzen, Leinöl und Pigmenten. Als Trägermaterial dient Jute“, erklärt Egle und zeigt ein schönes Muster in frischem Grün, das noch dezent nach Leinöl duf- Fotos: Peter Sandbiller, Egle Visus Media Gut beraten: Die Firma Egle verlegt und renoviert Böden. tet. Hochwertiges Linoleum darf nicht mit künstlichen PVC-Böden verwechselt werden. Seit den 1980er Jahren feiert der umweltfreundliche und kompostierbare Linoleumbelag ein Comeback als zeitloser, schlichter, in den Farben peppiger Boden, der für viele Anlässe seinen Zweck erfüllt.

Zu den Kunden der Firma Egle zählen Privatleute, öffentliche Auftraggeber und Firmenkunden. Aufwändige Renovierungen gehören ebenso zum Portfolio wie Neuverlegungen. Das Paar kennt die Vorund Nachteile eines Familienbetriebes: „Der Urlaub richtet sich immer nach der Auftragslage und beim Abendbrot kann man den Arbeitsalltag nie ganz außen vor lassen“, berichtet Sibylle Egle, die zuvor als selbstständige Töpferin tätig war und nach der Geburt der drei Kinder in den Betrieb eingestiegen ist. „Inzwischen begeistere ich mich für Holz ebenso sehr wie mein Mann“, schmunzelt sie und zeigt auf das aufwändige Parkett und den edel verarbeiteten Holztisch. Und wer sich an dem ewigen Knarzen des Holzes stören sollte, für den haben Egles einen heißen Tipp parat: „Das hängt mit der Untergrundkonstruktion und der Breite der Dielen zusammen.“ Die Douglasie im Ausstellungsraum knarzt jedenfalls kein bisschen.